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Was kostet eine Website? Vier Wege, vier Preisschilder — und wann welches passt
Auf die Frage „Was kostet eine Website?“ antwortet das Internet mit allem zwischen 0 € und 30.000 €, und beides ist nicht einmal gelogen. Es gibt vier Wege zu einer Firmenwebsite, jeder mit einem anderen Preis, einer anderen Arbeitsteilung und einem anderen Risiko. Hier stehen die realistischen Spannen, die Posten, die später dazukommen — und für wen welcher Weg taugt. Auch dort, wo die Antwort nicht wir sind.
Kurz gesagt
Es gibt vier Wege mit vier Preisschildern: Baukasten 10 bis 50 € im Monat, Freelancer 800 bis 5.000 € einmalig, Agentur zum Festpreis 5.000 bis 15.000 €, Monats-Abo als fester Betrag ohne Anfangssumme. Welcher passt, hängt weniger am Budget als daran, wie viel Arbeit Sie selbst übernehmen — und was nach dem Launch weiterläuft, steht in keinem Angebotspreis.
Warum niemand eine einzige Zahl nennt
Das liegt selten daran, dass die Branche mauert. Das Wort „Website“ beschreibt zwei völlig verschiedene Dinge: einmal den Fünf-Seiten-Auftritt eines Malerbetriebs mit Leistungen, Referenzen, Anfahrt und Kontaktformular — und einmal einen Shop mit 4.000 Artikeln, Kundenkonten, Versandlogik und Anbindung an die Warenwirtschaft. Beides heißt Website. Die Frage ist damit ungefähr so präzise wie „Was kostet ein Fahrzeug?“: Der Antwortbereich reicht vom Anhänger bis zum Kranwagen.
Der zweite Grund ist unbequemer. Der Preis hängt weniger an der Arbeit als daran, wer sie macht. Derselbe Firmenauftritt kostet als Selbstbau 30 € im Monat, als Freelancer-Projekt 2.000 € einmalig und bei einer Agentur 9.000 €. Nicht, weil das Ergebnis hundertmal besser wird, sondern weil unterschiedlich viel Arbeit von jemand anderem erledigt wird — und weil unterschiedlich viel Erreichbarkeit, Absicherung und Verantwortung mitbezahlt werden. Deshalb sortiert dieser Artikel die Frage nicht nach Zahlen, sondern nach den vier Wegen, die es praktisch gibt.
Weg 1 — Baukasten: 10 bis 50 € im Monat
Wix, Jimdo, IONOS, Squarespace: Sie mieten ein System, wählen eine Vorlage und füllen sie selbst. Der sichtbare Preis liegt je nach Tarif bei 10 bis 50 € im Monat, Hosting und meist auch die Domain sind darin enthalten. Für höchstens 600 € im Jahr bekommen Sie damit eine Seite, die technisch funktioniert, auf dem Handy brauchbar aussieht und bei Google im Index landen kann. Das Vorurteil, Baukasten-Seiten könnten grundsätzlich nicht ranken, stimmt so nicht mehr.
Der Preis, der auf keiner Rechnung steht, ist Ihre Zeit. Texte schreiben, Fotos zuschneiden, Struktur festlegen, Rechtstexte besorgen, ein halbes Jahr später alles wieder aktualisieren — bei einem ernst gemeinten Auftritt sind das keine zwei Abende. Wer die eigene Stunde mit 60 € ansetzt, hat die Ersparnis nach zwei Wochenenden aufgebraucht. Dazu kommt: Der Baukasten baut nicht, er stellt nur das Regal hin. Was hineingehört — welche Seiten es für welche Suchanfragen überhaupt braucht, was in die erste Bildschirmhöhe muss, welcher Satz zum Anruf führt — entscheiden Sie.
Weg 2 — Freelancer: 800 bis 5.000 € einmalig
Ein einzelner Entwickler oder Designer baut Ihre Seite auf Werkvertrag. Die Spanne reicht von 800 € für einen schlanken Auftritt bis 5.000 € für ein durchdachtes Projekt mit eigenen Texten und sauberer technischer Grundlage. Preis und Leistung stehen hier oft am besten zueinander, weil kein Überbau mitfinanziert wird: kein Projektleiter, kein Büro in der Innenstadt, keine Zwischenebene zwischen Ihnen und der Person, die tatsächlich arbeitet.
Das Risiko liegt nicht in der Arbeit, sondern in der Zeit danach. Ein Mensch wird krank, fährt in Urlaub, nimmt einen Festjob an oder wechselt den Beruf. Die Seite bleibt dann zwar online, aber niemand spielt Updates ein, niemand ändert die Öffnungszeiten, und niemand geht ans Telefon, wenn das Kontaktformular streikt. Fragen Sie deshalb vor der Beauftragung nicht nur nach dem Preis, sondern nach dem Danach: Was kostet eine Änderung, wie schnell wird reagiert, wer hält die Technik aktuell — und wer springt ein, wenn er ausfällt.
Weg 3 — Agentur zum Festpreis: 5.000 bis 15.000 € einmalig
Hier bekommen Sie ein Team statt einer Person: Konzept, Design, Entwicklung, Texte, oft Fotografie und ein Redaktionssystem, in dem Sie später selbst Inhalte pflegen können. Für einen normalen Firmenauftritt bewegen sich die Angebote zwischen 5.000 und 15.000 € einmalig. Der Betrag ist fällig, bevor der erste Besucher die Seite gesehen hat — und genau das, nicht die Höhe an sich, ist für viele Betriebe der Knackpunkt.
Was danach kommt, steht selten im selben Angebot. Pflege, Änderungen und Weiterentwicklung laufen üblicherweise über Stundensätze von 100 bis 180 € oder über einen getrennten Wartungsvertrag. Das ist nicht unseriös, sondern die Logik eines Projektgeschäfts: Mit der Abnahme ist das Projekt beendet. Wenn Sie diesen Weg gehen, klären Sie vorher schriftlich, was eine Textänderung kostet, wie lange sie dauert, wer die Technik aktuell hält — und wem die Dateien und Zugänge am Ende gehören.
Weg 4 — Monats-Abo: fester Betrag statt Anfangssumme
Der jüngste der vier Wege — und der, den wir selbst anbieten. Deshalb hier nur die Fakten, damit Sie sie neben die anderen legen können. Statt einer Anfangssumme zahlen Sie einen festen Monatsbeitrag, in dem Bau und Betrieb zusammen stecken. Bei uns sind das 99 € im Monat für „Start“, 159 € für „Gefunden“ und 490 € für „Vorn“. Ohne Mindestlaufzeit, monatlich kündbar zum Monatsende, ohne Einrichtungsgebühr — und der erste Beitrag wird erst fällig, nachdem Sie Ihre fertige Website gesehen und freigegeben haben.
Die Grenzen gehören zur Wahrheit dazu. „Start“ ist auf fünf Seiten begrenzt und enthält keine Google-Optimierung; Textänderungen und die Ausrichtung auf Suchanfragen gibt es erst ab „Gefunden“. Und die Website geht nicht in Ihr Eigentum über: Ihnen gehören die Domain, Ihre Inhalte und die Anfragen, die über die Seite hereinkommen — betrieben wird sie von uns, und mit dem Vertragsende geht sie offline. Wer am Ende eine Datei in der Hand halten möchte, ist beim Festpreis richtiger.
Rechnerisch liegt das Modell zwischen Baukasten und Agenturprojekt: mehr als Selbstbau, aber ohne vierstellige Vorleistung, und Hosting, Updates und Sicherheit sind keine getrennte Rechnung. Wer lieber einmal zahlt, bekommt bei uns auf Anfrage auch ein Festpreis-Angebot — dann steht eine konkrete Summe im Angebot statt eines Monatsbeitrags.
Woran der Preis tatsächlich hängt
Die meisten Betriebe rechnen in Seiten: „Wir brauchen sechs Unterseiten, was kostet das?“ Die Seitenzahl ist aber der schwächste Kostentreiber überhaupt. Teuer wird eine Website durch Funktionen, die etwas tun: ein Shop mit Zahlung und Versand, ein Buchungskalender mit Verfügbarkeiten, Kundenkonten, eine Schnittstelle zur Warenwirtschaft oder zum Kassensystem. Jede dieser Funktionen ist Software, keine Seite — und Software muss getestet, abgesichert und dauerhaft weitergepflegt werden. Der Unterschied zwischen fünf und fünfzehn Textseiten kostet dagegen vergleichsweise wenig.
Der zweite Treiber ist Mehrsprachigkeit. Jede weitere Sprache verdoppelt nicht nur den Text, sondern auch die Pflege: Jede spätere Änderung fällt zweimal an, Übersetzungen müssen fachlich stimmen, und technisch braucht es eine saubere Sprachzuordnung, damit Google die richtige Fassung zeigt. Wer international nicht wirklich verkauft, spart hier viel Geld, indem er es lässt.
Der dritte Treiber ist fehlendes Material. Wenn Texte erst geschrieben und Fotos erst gemacht werden müssen, entsteht Arbeit, die mit der Website selbst nichts zu tun hat, aber bezahlt wird. Wer brauchbare Bilder vom eigenen Betrieb hat, Referenzen sammeln kann und weiß, was seine Kunden wirklich fragen, senkt den Preis in jedem der vier Wege — und bekommt nebenbei ein besseres Ergebnis.
Was nach dem Launch weiterläuft
Eine Website hat keinen Endzustand. Weiter laufen: die Domain (der kleinste Posten, ein zweistelliger Betrag im Jahr), das Hosting, das SSL-Zertifikat, Software-Updates und Sicherheits-Patches — dazu die inhaltliche Pflege, also neue Preise, neue Leistungen, neue Öffnungszeiten, neue Mitarbeiter. Nimmt man Wartung ernst und rechnet die Arbeitszeit ehrlich mit, liegt das realistisch bei 100 bis 500 € im Monat.
Bei den einmalig bezahlten Wegen ist genau das der Posten, der später überrascht: Im Angebot stand der Bau, nicht der Betrieb. Beim Baukasten ist der Betrieb im Monatspreis enthalten, die Pflege machen aber Sie. Beim Abo steckt beides im selben Betrag. Keine dieser Varianten ist falsch — falsch ist nur, die laufenden Kosten beim Vergleich wegzulassen. Ein Angebot über 6.000 € ohne Wartung und eines über 9.000 € mit drei Jahren Betrieb sind nicht vergleichbar, auch wenn die erste Zahl kleiner aussieht.
Die Posten, die im Angebot gern fehlen
Fragen Sie bei jedem Angebot gezielt nach diesen Punkten, bevor Sie unterschreiben: Bildlizenzen und Stockfotos, ein Fototermin vor Ort, das Schreiben der Texte, anwaltlich geprüfte Rechtstexte, der Umzug von Domain und E-Mail-Postfächern, Weiterleitungen der alten Adressen (daran scheitern die meisten Relaunches bei Google), kostenpflichtige Zusatzmodule wie Buchungssystem oder Newsletter — und ein Werbebudget, falls über Google-Anzeigen gesprochen wurde. Das sind keine unfairen Tricks, sondern Positionen, die je nach Anbieter drin sind oder eben nicht.
Ein Posten kostet kein Geld, sondern Handlungsfreiheit: die Mindestlaufzeit. 24 oder 36 Monate sind bei Miet-Websites verbreitet und machen den scheinbar günstigen Monatsbeitrag zu einer vierstelligen Gesamtsumme, aus der Sie nicht herauskommen. Rechnen Sie Monatsbeträge deshalb immer mal Laufzeit — und fragen Sie, was passiert, wenn Sie vorzeitig aussteigen wollen.
Für wen welcher Weg passt — und wann wir nicht passen
Der Baukasten passt, wenn Ihre Aufträge über Empfehlung kommen, die Website eher eine digitale Visitenkarte ist und Sie Zeit und Lust haben, sie selbst zu bauen. Der Freelancer passt, wenn Sie eine klare Vorstellung haben, das Geld einmalig verfügbar ist und jemand im Betrieb sich später um die Seite kümmert. Die Agentur zum Festpreis passt, wenn Budget da ist, Sie Eigentum an der fertigen Seite wollen oder ein Vergabeverfahren das ohnehin verlangt. Das Monats-Abo passt, wenn Sie kein Kapital binden wollen, niemand im Betrieb Zeit für die Pflege hat und dauerhaft jemand zuständig sein soll.
Und jetzt der Teil, den Agenturen ungern schreiben: Wann sind wir die falsche Wahl? Erstens bei einem reinen Onlineshop mit Sortiment, Lagerbestand und Warenwirtschaft — das ist ein eigenes Handwerk, und dafür gibt es Spezialisten, die den ganzen Tag nichts anderes tun. Zweitens bei sehr großen Projekten mit Ausschreibung, mehreren Standorten und einem internen Redaktionsteam; dort ist eine Agentur mit entsprechender Struktur besser aufgestellt als zwei Gründer. Drittens, wenn Sie alles selbst machen wollen und die Zeit dafür wirklich haben — dann zahlen Sie bei uns für Arbeit, die Sie ohnehin selbst erledigen würden.
Und viertens, am ehrlichsten: Wenn Sie nur eine Seite mit Adresse und Telefonnummer brauchen, die niemand googelt und die keine Anfragen bringen muss, dann tun 10 € im Monat es auch. Für 99 € im Monat bekämen Sie bei uns mehr, als Sie brauchen — und das ist kein guter Handel. Solche Dinge sagen wir lieber im ersten Telefonat als im dritten Monat.
Die Zahl, die am Ende zählt
Rechnen Sie nicht in Euro, sondern in Aufträgen. Nehmen Sie Ihren durchschnittlichen Auftragswert und den Anteil, der nach Material und Lohn übrig bleibt. Daraus ergibt sich, wie viele zusätzliche Anfragen im Jahr ein Weg tragen muss, damit er sich rechnet. Bei einem Dachdecker mit vierstelligen Aufträgen genügt dafür oft ein einziger; bei einem Betrieb mit vielen kleinen Rechnungen sind es entsprechend mehr. Diese Rechnung können Sie in fünf Minuten selbst machen, und sie sagt mehr aus als jeder Angebotsvergleich.
Die Kehrseite gilt genauso: Eine Seite, die keine einzige Anfrage auslöst, ist auch für 10 € im Monat zu teuer — sie kostet nur weniger. Die Preisfrage ist deshalb immer erst die zweite. Die erste lautet: Soll Ihre Website existieren oder Kunden bringen? Wer sie ehrlich mit „existieren“ beantwortet, spart mit dem Baukasten viel Geld. Wer „Kunden bringen“ sagt, sollte die Wege danach vergleichen, wer die Arbeit nach dem Launch macht — denn dort entscheidet sich, ob aus der Website ein Posten in der Buchhaltung wird oder eine Quelle für Aufträge.
Geschrieben von

Simon Woytewicz
Gründer & Geschäftsführer
Ihr Ansprechpartner vom ersten Gespräch an: Simon verantwortet Beratung, Konzept und die Partnerschaft danach — er kennt den Mittelstand aus der Praxis, nicht aus Präsentationen.

Tim Basinski
Gründer & Geschäftsführer
Tim verantwortet Design und Entwicklung: von der ersten Vorschau über die Technik hinter jeder Website bis zur KI-Plattform LV-Solution — Qualität, die man messen kann.
Mehr über die beiden auf der Über-uns-Seite.
Häufige Fragen
Warum ist die Preisspanne so groß?
Weil unter „Website“ sehr Verschiedenes verkauft wird: eine Vorlage, die Sie selbst füllen, ein einmaliges Projekt, oder Bau und Betrieb zusammen. Dazu kommt, dass viele Anbieter nur den Bau beziffern und den laufenden Betrieb weglassen — dadurch wirken Angebote günstiger, als sie über drei Jahre sind. Vergleichbar werden Preise erst, wenn Sie bei jedem Angebot dieselben Fragen stellen: Was ist im Preis, was kostet eine Änderung, wer hält die Technik aktuell, wie lange binde ich mich?
Ist ein Abo auf Dauer nicht teurer als einmal zahlen?
Kann sein — das hängt davon ab, wie lange Sie rechnen und was Sie mitrechnen. Wenn Sie eine Seite einmal bauen lassen und sie fünf Jahre unverändert stehen bleibt, ist der Festpreis am Ende günstiger. Sobald aber Pflege, Updates, Sicherheit und laufende Änderungen dazukommen, verschiebt sich die Rechnung, denn beim Festpreis werden die zusätzlich bezahlt. Dazu kommt der Unterschied im Risiko: Beim Abo zahlen Sie nichts im Voraus und können monatlich aussteigen, dafür gehört Ihnen die Website am Ende nicht. Wer Eigentum will, ist beim Festpreis besser bedient — auch bei uns auf Anfrage.
Kann ich nicht erst mal mit einem Baukasten anfangen?
Ja, und das ist bei einem jungen Betrieb oft vernünftig — besser eine ordentliche Baukasten-Seite als monatelang gar keine. Zwei Dinge sollten Sie dabei richtig machen: Registrieren Sie die Domain auf Ihren eigenen Namen, nicht auf den des Anbieters, und schreiben Sie Texte, die Ihre Kunden wirklich suchen. Was Sie wissen sollten: Ein späterer Wechsel bedeutet praktisch immer einen Neubau, weil sich Baukasten-Inhalte nicht sauber exportieren lassen. Texte und Fotos nehmen Sie mit, die Arbeit dahinter nicht.
Was kostet eine Website im Jahr, wenn sie schon steht?
Domain, Hosting und SSL-Zertifikat sind die kleinen Posten. Der große ist die Arbeit: Updates, Sicherheits-Patches und die inhaltliche Pflege. Wer Wartung ernst nimmt und die Arbeitszeit mitrechnet, liegt realistisch bei 100 bis 500 € im Monat — egal ob im Betrieb selbst erledigt oder eingekauft. Bei Baukasten und Monatspaketen steckt der Betrieb im Preis; bei einmalig bezahlten Projekten kommt er obendrauf und sollte vor der Beauftragung geklärt sein.
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